Gründung der Bürgerstiftung Karlsruhe

Die Bürgerstiftung Karlsruhe wurde von 8 Stiftern gegründet und am 18.12. 2013 vom Regierungspräsidium
genehmigt. Ihr gehören 4 Vorstände und 6 Mitglieder im Kuratorium an. Es gibt etwa 260 Bürgerstiftungen
in Deutschland, deren Satzungen den strengen Maßstäben des Bundesverbands Deutscher
Stiftungen entsprechen und mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden. Karlsruhe wird dazugehören.

Die Idee, eine Bürgerstiftung zu gründen, entstand nicht zuletzt durch den Erfolg der öffentlichen Bücherschränke (auf dem Werder-, Lidell- und Ostendorfplatz), den letzten in Kooperation mit der Architekturfakultät BLM (KIT). Vor allem in NRW sind die Bücherschränke wesentliche Projekte der dortigen Bürgerstiftungen. Langjährige Stiftungs- und Projektarbeit der Vorstandsmitglieder hat schließlich die Basis dafür geschaffen, endlich den weißen Karlsruher Fleck in der baden-württembergischen Bürgerstiftungs-Landkarte zu schließen.

Die Ziele der Bürgerstiftung sind wie bei allen Bürgerstiftungen breit gefächert, um möglichst viele Bürger
anzusprechen. Denn es ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger, die sich mit ihren Ideen und Anregungen,
mit aktiver Mithilfe und Geldspenden daran beteiligen möchten, ihre Stadt liebens- und lebenswerter
zu gestalten. Die Bürgerstiftung will vor allem ergänzend tätig sein und – wo möglich – mit
innovativen, modellhaften Aktivitäten zukunftsfähige Strukturen schaffen. Deshalb sind solche Beiträge
der Bürger besonders wertvoll, die dauerhaft und nachhaltig wirken.

Obwohl die Bürgerstiftung eine Plattform für alle in der Satzung genannten Zwecke ist, möchte sie verstärkt
solche Projekte initiieren und fördern, die die Generationen miteinander verbinden. Deshalb gelten
unsere ersten Projekte diesem Thema. So unterschiedlich sie auch sind, Freude werden sie allen
Beteiligten machen und viel lernen werden sie dabei auch:

Die Bücherschränke werden für neuartige Standorte weiterentwickelt. Das Bilderbuchkino fördert spontane Äußerungen, regt die Fantasie an und motiviert Kinder und Senioren, miteinander zu sprechen und gemeinsam Geschichten zu erfinden. Die Möglichkeiten von Spielekonsolen sind fast unerschöpflich: ob Kegeln, Fitness-, Balance- oder Gedächtnistraining – mit jugendlichen Anleitern und Mitspielern werden Senioren mit diesem neuen Medium viel Spaß haben. Und umgekehrt: Beim schwierigen Weg durch die bundesrepublikanischen Strukturen werden Ältere Jugendlichen helfen, sich besser zurechtzufinden.

Weitere Projekte werden erst bei der öffentlichen Präsentation der Bürgerstiftung am 9.4.2014 um
18.00 Uhr im alina cafe´ (Alter Schlachthof 39) verraten.

Da die Bürgerstiftung jetzt und mittelfristig kaum Zinsen für ihre Kapitaleinlage erhält, ist sie auf Spenden
angewiesen. Wir hoffen, mit unseren guten und innovativen Projekten, die Spendenfreudigkeit anzuregen.